Bei Photovoltaik
sind die Preise für den erzeugten Strom von ca. 50
Cent/kWh im
Jahr 2005recht
weit vom Marktpreis entfernt
ist. Nur durch das hohe Einspeiseentgelt ist es möglich, daß
sich eine solche Anlage auch betriebswirtschaftlich rechnet. Doch ob
das volkswirtschaftlich so viel Sinn macht, traue ich mich nicht zu
beurteilen, zumal auch langfristig kein Preis unter
20 Cent/kWh erwartet
wird. Zumindest galt dies vor der Möglichkeit gereinigtes,
metallurgisches Silizium für die Herstellung von Fotozellen
einzusetzen. Durch den massiven Preisverfall von Solarzellen in 2011
liegen die Kosten selbst in Deutschland Ende 2011 bereits in dieser
Größenordnung. In Ländern mit besserer
Sonneneinstrahlung sind Ende 2011 Werte von ca. 10 EURcent möglich.
Windstrom wird ab 2005 lt.
persönlicher Mitteilung von Herrn Ehricke der Fa.
Sowitec mit
8,53 Cent/kWh in der Spitze
vergütet, ab 2008 sind es 8,03
Cent/kWh An guten Windstandorten fällt die Vergütung
nach EEG 2009 nach 5 Jahren auf 5,02
Cent/kWh zurück und hat damit nur ein Viertel der
durchschnittlichen Stromkosten für Privathaushalte von ca. 20
Cent/kWh. Ab 2009 gilt eine neue Fassung des EEG. In 2009 beträgt
die Einspeisevergütung für Strom aus Windenergieanlagen an
Land für mindestens 5 Jahre 9,2 Cent/kWh. 2004 wurden noch
langfristige Durchschnittskosten
für Strom aus Windkraft von 5 bis 6
Cent/kW/h erwartet, was damals in etwa den Kosten für
Strom aus Erdgas entsprach. Doch gerade im Sommer 2004 stieg der
Preis für Erdöl, was auch einen höheren Gaspreis nach
sich ziehen wird. Selbst wenn aus Sicht von 2008 die Kosten für
Windstrom langfristig eher Richtung 8 bis 9 Cent liegen dürften,
da die Kosten für die Anlagen seit 2004 wegen der hohen
Nachfrage und der hohen Materialpreise deutlich gestiegen sind,
bleibt Windstrom in nördlichen Breiten unangefochten die Nummer
1. Ende 2011 befinden sich die Preise für Solarmodule im
freien Fall. Doch die ersten Insolvenzen deuten an, dass sich das
Angebot verringern wird. Andere Anbieter verlassen ihren Ausflug in
die Solarmodule freiwillig. Auch dies werte ich als ein Zeichen ,
dass die Gewinnspannungen merklich zusammenschrumpfen. Demzufolge
sollte der freie Fall hier bald zu einem Ende kommen.
Aufwindkraftwerke scheitern
derzeit wegen des hohen Kapitalbedarfs für den Riesenschlot von
1000 m Höhe. Wenn Schätzungen von 3 Cent/kWh stimmen
sollten, wäre das wirklich sehr interessant. Ob auch Strom aus
Konzentratorzellen einen solchen Preis erzielen können wird.
Volkswirtschaftlich sehr sinnvoll müßten eigentlich
Kraftwärmekoplungen
(siehe KWA aktuell 4.11.2008) sein. Selbst bei einem guten
Erdgaskraftwerk fallen immer noch ca 42 % Abwärme an.